Dr. Markus Krebber berichtet über aktuelle Entwicklungen, was wir bei RWE erreicht und welche Ziele wir uns gesetzt haben.
Eckdaten des RWE-Konzerns 2024
Bereinigtes EBITDA
Vorjahr: 7.749 Mio. €
Bereinigter Cash Flow der Ausstiegstechnologien
Vorjahr: 117 Mio. €
Bereinigtes EBIT
Vorjahr: 5.802 Mio. €
Bereinigtes Nettoergebnis
Vorjahr: 4.098 Mio. €
Operativer Cash Flow
Vorjahr: 4.223 Mio. €
Nettoschulden
Vorjahr: – 6.587 Mio. €
Investitionen
Vorjahr: 9.979 Mio. €
Erzeugungskapazität
Vorjahr: 44.491 MW
Stromerzeugung
Vorjahr: 129.701 GWh
„Growing Green“ –
unser strategischer Leitfaden bis 2030
Im Rahmen eines Kapitalmarkttages im November 2023 haben wir über unsere Wachstumsstrategie „Growing Green“ informiert. Unter anderem kündigten wir an, im Siebenjahreszeitraum von 2024 bis 2030 auf Nettobasis (d. h. abzüglich Desinvestitionen) rund 55 Mrd. € in den Ausbau unserer Stromerzeugungs-, Speicher und Elektrolysekapazitäten zu investieren. Bei der Umsetzung von „Growing Green“ sind wir gut vorangekommen. Im vergangenen Jahr erreichten unsere Nettoinvestitionen mit 10 Mrd. € das höchste Niveau seit 15 Jahren. Aktuell planen wir, in den sechs Jahren von 2025 bis 2030 Nettoinvestitionen in Gesamthöhe von 35 Mrd. € zu tätigen. Das ist etwa ein Viertel weniger, als wir bisher für diesen Zeitraum veranschlagt haben. Trotz der niedrigeren Investitionen gehen wir weiterhin davon aus, unser bereinigtes Nettoergebnis je Aktie bis 2027 auf etwa 3 € steigern zu können. Für 2030 liegt der Zielwert unverändert in der Größenordnung von 4 €.
Näheres zu den Bausteinen unserer Wachstumsoffensive finden Sie unter den Kacheln zu unseren Segmenten:
Offshore Wind
Ende 2024 betrieben wir Offshore-Windparks mit einer Gesamtleistung von 3,3 GW. In der Zahl sind die Kapazitäten pro rata erfasst, d. h. entsprechend unserer Beteiligungsquote. Weitere 4,4 GW befanden sich zum Bilanzstichtag im Bau. Allerdings planen wir auch Anteilsverkäufe, wodurch sich die uns zurechenbare Erzeugungskapazität reduzieren würde. Geografischer Schwerpunkt unserer Wachstumsinvestitionen ist Nordwesteuropa. Darüber hinaus planen wir den Bau neuer Windparks in den Küstengebieten von Japan, Südkorea und Australien.
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Onshore Wind
An Festlandsstandorten verfügten wir Ende 2024 über Windparks mit einer Pro-rata-Gesamtleistung von 9,0 GW. Hinzu kamen Anlagen im Bau mit einer Leistung von insgesamt 2,1 GW. In beiden Technologien wollen wir weiter wachsen. Neue Kapazitäten werden vor allem in Nordamerika und in Europa entstehen. Außerdem planen wir Projekte in Australien.
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Solar
Unsere Solarkapazitäten beliefen sich auf 5,7 GW. Hinzu kamen Anlagen im Bau mit einer Leistung von insgesamt 3,2 GW. Neue Kapazitäten werden vor allem in Nordamerika und in Europa entstehen. Außerdem planen wir Projekte in Australien.
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Flexible Erzeugung & H₂
In den meisten Märkten von RWE spielen Gaskraftwerke eine Schlüsselrolle bei der Aufrechterhaltung einer sicheren Stromversorgung. Ende 2024 war diese Technologie mit 15,8 GW (pro rata) in unserem Erzeugungsportfolio vertreten. Investitionsbedarf sehen wir vor allem in Deutschland, wo durch den Kohleausstieg ein erheblicher Teil der gesicherten Erzeugungsleistung wegfallen wird. Dort haben wir bereits Vorarbeiten für den Bau neuer Gaskraftwerke geleistet. Die Anlagen sollen perspektivisch mit Wasserstoff betrieben werden können. Wir würden sie an Standorten errichten, die bisher zur Produktion von Kohle- oder Kernenergiestrom genutzt wurden, da dort die benötigte Energieinfrastruktur zum großen Teil bereits vorhanden ist. Allerdings investieren wir nur dann, wenn die Politik die nötigen wirtschaftlichen Anreize schafft. Aktuell befindet sich fast die Hälfte unserer Gaskraftwerkskapazität in Großbritannien.
Die Wasserstoffwirtschaft ist ein unverzichtbarer Baustein der Energiewende und ergänzt unser Geschäftsmodell in idealer Weise. Wir wollen hier entlang der gesamten Wertschöpfungskette tätig sein: Angefangen bei der Produktion von grünem Strom über die Herstellung von Wasserstoff per Elektrolyse, den Handel und die Zwischenspeicherung des Gases bis hin zum Abschluss individueller Lieferverträge mit großen Industriekunden. Der regionale Fokus unserer Wasserstoffaktivitäten liegt auf Deutschland, den Niederlanden und Großbritannien.
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Batteriespeicher
Mit zunehmender Nutzung volatiler Energiequellen wie Sonne und Wind steigt der Bedarf an Stromspeichern. Ende 2024 waren bei uns Batteriespeicher mit einer Gesamtleistung von 1,1 GW (pro rata) in Betrieb. Anlagen mit zusammen 2,3 GW befanden sich im Bau. In den USA errichten wir Speicher häufig in Kombination mit neuen Solarparks, um den Photovoltaikstrom zeitlich optimiert ins Netz einspeisen zu können. Unsere Großbatterien in Deutschland und anderen europäischen Märkten werden dagegen in der Regel eigenständig betrieben. Wir setzen sie ein, um von Preisschwankungen an den Stromgroßhandelsmärkten zu profitieren oder um im Auftrag der Netzbetreiber Systemdienstleistungen zu erbringen.
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Wir wollen bis 2040 klimaneutral werden.
Wir wollen den Anteil an Frauen in Führungspositionen stärken.
Für unser Wachstum ist eine vielfältige und inklusive Unternehmenskultur wichtig. Diversität hat verschiedene Facetten. Eine davon ist die Geschlechtergerechtigkeit bei der Besetzung leitender Funktionen im Unternehmen. Für 2030 haben wir uns daher das Ziel gesetzt, den Anteil an Frauen in Führungspositionen zu stärken.
Geschlechterverteilung in Führungspositionen im Kerngeschäft
Unser Ziel für 2030
2024
2030
Wir wollen nachhaltig wachsen.
Die Energiewende soll den Weg zu einer klimafreundlichen, zuverlässigen und bezahlbaren Energieversorgung ebnen. RWE leistet dazu einen wichtigen Beitrag. In den nächsten Jahren plant RWE, Milliarden in Windkraft, Photovoltaik, Batteriespeicher, wasserstofffähige Gaskraftwerke und Elektrolyseanlagen zu investieren.
Parallel dazu will RWE bis 2030 sozialverträglich aus der Kohleverstromung aussteigen. Der Großteil der Investitionen fließt in nachhaltige Maßnahmen. Bis 2030 hat RWE sich dazu verpflichtet, dass 95 % ihrer Investitionen im Einklang mit der Taxonomie-Verordnung (EU) 2020 / 852 stehen und einen wesentlichen Beitrag zu den Klimaschutzzielen leisten.

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Die Abweichung der Investitionen vom oben angegebenen Betrag (11.240 Mio. €) erklärt sich dadurch, dass auch nicht zahlungswirksame Vorgänge taxonomierelevant sind und dass anstelle der Ausgaben für Akquisitionen die daraus resultierenden Vermögenszugänge berücksichtigt werden.
Die Informationen auf dieser Website stammen aus dem Geschäftsbericht 2024. Im Falle, dass die hier gemachten Angaben von dem geprüften Bericht abweichen, ist dieser allein maßgeblich.